Sonderausbildung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit den Grundsätzen für die Organisation und Führung von Tauchgängen unter erschwerten Bedingungen vertraut gemacht werden. Nach Abschluss des Kurses soll er einfache Tauchgänge mit unerfahrenen Tauchern (mindestens s.u.b. Junior Diver***), sicher planen und durchführen können. Der Bewerber sollte weiterhin in der Lage sein, mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen zurechtzukommen und angemessen ausgebildete Tauchpartner kompetent und sicher zu führen.

VORAUSSETZUNG

  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Ausbildungsstufe: Master Diver / Taucher **, ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend der s.u.b. - Äquivalenzliste.

Anzahl der Pflichttauchgänge:

Um als Taucher Dive Leader / Taucher *** brevetiert zu werden, muss der Bewerber ausreichende taucherische Erfahrung nachweisen können. Dazu muss der Bewerber mindestens 60 Tauchgänge absolviert haben. Mindestens 40 Tauchgänge müssen hierbei nach dem Erreichen des Master Diver / Taucher ** absolviert worden sein.

Mindestens 30 Tauchgänge müssen ein möglichst breites Spektrum an Umweltbedingungen beinhalten. Dies soll sicherstellen, dass der Bewerber umfassende Erfahrung besitzt.

Sonstiges:

  • gültige Tauchtauglichkeit gem. den Richtlinien des s.u.b.
  • SK - Tauchsicherheit & Rettung
  • SK - Nachttauchen
  • SK - Trockentauchen, Strömungstauchen, Wracktauchen und Sporttauchen in Meereshöhlen werden empfohlen.

THEORETISCHER TEIL

Unterrichtseinheiten: 6

Prüfungsinhalte:

Beantwortung eines vom Ausbilder vorgelegten Fragebogens zu den vermittelten Lehrinhalten. Dauer der schriftlichen Prüfung und die Bestimmung über das Bestehen der Prüfung sind auf dem Fragebogen angegeben.

PRAKTISCHER TEIL

Übungen (ohne DTG-Ausrüstung):

Der Tauchschüler muss vor Beginn der Freiwasser-Tauchgänge seine Schwimmfähigkeit zweifelsfrei nachweisen oder einem Tauchausbilder die folgenden Fertigkeiten - ohne Verwendung von Maske, Flossen, Schnorchel oder Schwimmhilfen - demonstrieren.

  • Schwimmen über eine Strecke von 50 m,
  • 10 min. schwimmen oder treiben lassen.

 

Übungen (mit DTG-Ausrüstung):

 

Tauchgang: 20 - 40 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens zwei Taucher und ein Tauchlehrer

  • Als Gruppenführer durchsetzen eines Abstandes aller Mittaucher zum Grund von ein bis zwei Meter bei mehrfach wechselnden Tiefen, so dass kein Sediment aufgewirbelt wird.
  • Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung aus 20 Meter Tiefe im freien Wasser bis auf 3 Meter Tiefe mit einem deutlichen Stopp auf 9 Meter Tiefe, einem Stopp von 1 Minute auf 6 Meter und von 3 Minuten auf 3 Meter, nachtarieren mit dem Mund ist zulässig.

 

Tauchgang: 20 - 40 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens zwei Taucher und ein Tauchlehrer.

  • Als Gruppenführer abgeben der alternativen Luftversorgung an einen Mittaucher in 20 Meter Tiefe und anschließend geschwindigkeitskontrollierter Aufstieg mit der gesamten Tauchgruppe im freien Wasser bis auf 6 Meter. Dort zurück wechseln der Atemregler. Danach setzen einer Boje mittels Spool an die Wasseroberfläche. Fortsetzen des Aufstiegs bis an die Wasseroberfläche mit einem Stopp von 3 Minuten auf 3 Meter Tiefe.
  • Als Gruppenführer 20 Minuten zeitschnorcheln mit vollständiger DTG - Ausrüstung in beliebiger Lage.

 

Tauchgang: 20 - 40 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens zwei Taucher und ein Tauchlehrer.

  • Als Gruppenführer vor dem Tauchgang korrektes Ausrüsten und Funktionstest bei der gesamten Gruppe.
  • Als Gruppenführer setzen einer Taucherboje zu Beginn des Tauchganges in 20 Meter Tiefe und einholen der Boje zum Ende des Tauchganges.
  • Als Gruppenführer wiederfinden der Taucherboje zum Ende des Tauchganges durch richtiges Orientieren beim Tauchen oder Auftauchen an die Wasseroberfläche, Anpeilen und Abtauchen im Flachwasser, wenn die Boje nicht wiedergefunden wurde.

 

Tauchgang: 6 - 15 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens zwei Taucher und ein Tauchlehrer.

  • Vorbereiten, führen und nachbereiten des gesamten Tauchganges als Nachttauchgang (unter sonst normalen Bedingungen).

 

Tauchgang: 20 - 40 Meter Tiefe/ mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens drei Taucher und ein Tauchlehrer.

  • Als Gruppenführer Transportieren eines "verunfallten" Mittauchers unter Einbeziehung der gesamten Tauchgruppe aus 15 Meter an die Wasseroberfläche, an der Wasseroberfläche bis zum Ufer bzw. Boot (wenigstens 100 Meter) und anschließend an Land bzw. Bord.
  • Demonstration und Erläuterung der Zweihelfer - Methode.
  • Demonstration und Erläuterung der stabilen Seitenlage und der Schocklage.
  • Erstellen eines Notfallplanes für den Tauchplatz vor dem Tauchgang und Einweisung der Mittaucher.

ERFOLGSKONTROLLE

Der Ausbilder stellt durch Auswertung der schriftlichen Prüfung sowie durch Anleitung, Überwachung und Übungen im Rahmen der Praxisausbildung fest, ob der Bewerber das jeweilige Kursziel erreicht hat.

AUSBILDERQUALIFIKATION

s.u.b. - Tauchlehrer **/***/****.

BEURKUNDUNG

Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem Kurs ist eine Brevetkarte.

Der Bewerber soll die in Theorie und Praxis erlernten Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem OWD sowie dem AOWD bzw. den Spezialkursen weiter vertiefen und mit dem selbständigen Durchführen von Tauchgängen im Freiwasser mit gleichwertig ausgebildeten Tauchpartnern vertraut gemacht werden. Nach Abschluss des Kurses soll er Tauchgänge mit gleichermaßen erfahrenen Tauchern - wenigstens Open Water Diver -, sicher planen und durchführen können.

VORAUSSETZUNG

  • Mindestalter: 16 Jahre, bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der erziehungsberechtigten Eltern (möglichst beider Elternteile) erforderlich.
  • Ausbildungsstufe: Open Water Diver / Taucher *, ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend der s.u.b. – Äquivalenzliste.
  • Erklärung der Schwimmfähigkeit
  • gültige Tauchtauglichkeit gem. den Richtlinien des s.u.b.

Sonstiges:

  • SK - Orientierung beim Tauchen
  • SK - Gruppenführung
  • HLW-Kurs, nicht älter als ein Jahr, wird empfohlen

Anzahl der Pflichttauchgänge:

  • Um als Master Diver / Taucher ** brevetiert zu werden, muss der Bewerber ausreichende taucherische Erfahrung nachweisen können. Dazu muss der Bewerber nach der Brevetierung zum Master Diver / Taucher ** 25 Tauchgänge nachweisen können.

THEORETISCHER TEIL

Unterrichtseinheiten: 6

Prüfungsinhalte:

Beantwortung eines vom Ausbilder vorgelegten Fragebogens zu den vermittelten Lehrinhalten. Dauer der schriftlichen Prüfung und die Bestimmung über das Bestehen der Prüfung sind auf dem Fragebogen angegeben.

PRAKTISCHER TEIL

Übungen - ohne DTG-Ausrüstung:

  • Der Tauchschüler muss vor Beginn der Freiwasser-Tauchgänge seine Schwimmfähigkeit zweifelsfrei nachweisen oder einem Tauchausbilder die folgenden Fertigkeiten - ohne Verwendung von Maske, Flossen, Schnorchel oder Schwimmhilfen - demonstrieren.
  • Schwimmen über eine Strecke von 50 m,
  • 10 min. schwimmen oder treiben lassen.

 

Übungen (mit DTG-Ausrüstung):

 

Tauchgang: 12 - 25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer

  • Deutliches Geben von drei Unterwasserzusatzzeichen, die auf einer unter Wasser vorgehaltenen Schreibtafel im Wortlaut geschrieben stehen.
  • Einhalten eines Abstandes zum Grund von ein bis zwei Metern bei mehrfach wechselnden Tiefen, so dass kein Sediment aufgewirbelt wird.
  • Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung im freien Wasser bis auf 6 Meter Tiefe mit einem deutlichen Stopp auf 9 Meter Tiefe. Nachtarieren mit dem Mund ist zulässig.

 

Tauchgang: 12 - 25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer

  • Geschwindigkeitskontrolliertes aufsteigen unter Wechselatmung aus dem Lungenautomaten des Bewerbers aus der maximalen Tiefe (vom Tauchlehrer bestimmt) im freien Wasser bis an die Wasseroberfläche mit einem Stopp von drei Minuten auf 3 Meter Tiefe.
  • 15 Minuten Zeitschnorcheln mit vollständiger DTG-Ausrüstung in beliebiger Lage.

 

Tauchgang: 12 - 25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer

  • Vollständiges und korrektes Anlegen und Überprüfen der Ausrüstung vor dem Tauchgang bei sich selbst und beim Tauchpartner und versorgen der Eigenen und der Ausrüstung des Partners nach dem Tauchgang.
  • Vollständiges öffnen und schließen des Bleigurtes bzw. herausnehmen und wiedereinsetzen der Bleitaschen mit Taucherhandschuhen unter Wasser.
  • Nach 10 Minuten aufsteigen bis an die Wasseroberfläche, anpeilen eines Punktes in etwa 100 Metern Entfernung mit dem Taucherkompass und antauchen des Punktes in etwa 3 - 5 Meter Tiefe bei einer Querabweichung von höchstens 10 Metern.

 

Tauchgang: 12 - 25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer

  • Vorbereiten, führen und nachbereiten des gesamten Tauchganges als Tagtauchgang (unter normalen Bedingungen). Der Mittaucher soll als "weniger erfahren" betrachtet werden. Entsprechend muss bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbesprechung gehandelt werden.
  • Simulation einer Luftnotsituation: Der Mittaucher gibt Zeichen für Luftnot und erhält vom Anwärter dessen alternative Luftversorgung. Nach fünf Minuten zurück gewechselt.
  • Setzen einer Boje am Ende des Tauchgangs auf rund 10m Tiefe mittels Spool. Die Tauchgruppe steigt kontrolliert an dieser Orientierungshilfe auf und hält einen von 3 Minuten auf 5m ein.

 

Tauchgang: 12 - 25 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer

  • Transportieren des "verunfallten" Tauchpartners aus 12 Meter Tiefe auf fünf Meter und dann langsam an die Wasseroberfläche, an der Wasseroberfläche bis zum Ufer bzw. Boot (wenigstens 50 Meter) und anschließend an Land bzw. Bord.
  • Demonstration und Erläuterung der Einhelfer-Methode. Demonstration und Erläuterung der stabilen Seitenlage und der Schocklage.
  • Erstellen eines Tauchgangprotokolls (Zusammenstellung aller wichtigen Daten des "Unfalltauchganges " für den Notarzt).

ERFOLGSKONTROLLE

Der Ausbilder stellt durch Auswertung der schriftlichen Prüfung sowie durch Anleitung, Überwachung und Übungen im Rahmen der Praxisausbildung fest, ob der Bewerber das jeweilige Kursziel erreicht hat.

AUSBILDERQUALIFIKATION

s.u.b.- Tauchlehrer **/***/****.

BEURKUNDUNG

Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem Kurs ist eine Brevetkarte.